Im Winter mal woanders hin

Keine Lust auf Après-Ski-Rummel? Dann wäre ein kleiner Winterurlaub im östlichsten Zipfel Niedersachsens bestimmt eine interessante Alternative. Keine Autobahnen, keine Industrieanlagen, keine Großstadthektik – dafür aber mit viel Natur und ländlicher Idylle. Der Naturpark Elbhöhen-Wendland ist wegen seiner Ruhe und vielfältigen Landschaft beliebt, aber auch bekannt für seine Kreativität und Nachhaltigkeit.

Wo der Pferdeverstand zuhause ist

In der Region zwischen Elbe und Drawehn versorgten sich einst Könige mit edlen Rössern. Heute züchten Lüchow-Dannenberger bereits seit Generationen auf bäuerlichen Familienbetrieben Hannoveraner und andere Pferderassen. Freizeit- und Wanderreitern bietet der Naturpark Elbhöhen-Wendland ideale Ausreitgelände – zu jeder Jahreszeit. Auf Pferdehöfen finden sich preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, zuverlässige Reitpferde und Ponys oder geräumige Boxen für das eigene Pferd. Reitkurse und Lehrgänge gibt es für jedes Alter und jeden Anspruch. Und vielerorts werden Fahrten im Planwagen oder in der Kutsche angeboten. Doch damit nicht genug:

Auch im Forst und in der Landschaftspflege kommen hier Pferde zum Einsatz. Ein Beispiel dafür ist die Fuhrhalterei Elbtalaue Wendland im wendländischen Dorf Breselenz. Mit seinen Kaltblütern Marmotte und Rudolph will Marco Braunschweg einen Beitrag dazu leisten, ein ökonomisches und ökologisches Gleichgewicht im Bereich der Holzgewinnung und des Naturschutzes herzustellen. Durch den geringen Bodendruck und die Wendigkeit der Pferde kann selbst an für Maschinen nicht zugänglichen Orten effektiv und wirtschaftlich gearbeitet werden. Die Renaturierung von Heidelandschaften, Wanderdünen und Biotopen ermöglichen die Arbeitspferde bei größtmöglicher Schonung von Flora und Fauna. Mit ihren Kaltblutpferden zählt die Fuhrhalterei auch zu den Arche-Betrieben der Region. 

Wo alte Haustierrassen geschützt werden

Es ist bekannt, dass Wildpflanzen und Wildtiere aussterben. Aber auch Kulturpflanzen und Nutztiere sind gefährdet, denn nur noch wenige Hochleistungssorten und -rassen sind heute Grundlage für unsere Nahrungsmittelerzeugung. Gleichzeitig stirbt alle zwei Wochen eine Nutztierrasse aus – eine an Klima und Standort angepasste Rasse, genetisches Erbe und Kulturgut zugleich.

Der Naturpark Elbhöhen-Wendland ist Teil der Arche-Region Flusslandschaft Elbe, die bereits 22 zertifizierte Arche-Betriebe und mehr als 100 Hobby-Haltungen gefährdeter Rassen umfasst. In Deutschland stehen über 100 Rassen auf der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen“ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH). Deutschlands erste Arche-Region erstreckt sich von Echem in der Lüneburger Elbmarsch bis nach Rebenstorf im Süden von Lüchow-Dannenberg. Auf den Wendland-Höfen werden unter anderem Bunte Bentheimer Schweine, Leinegänse, Vorwerkhühner oder Schwarzwälder Kaltblutpferde gehalten. Ziel des Projektes ist es, diese Nutztiere in der landwirtschaftlichen Produktion zu halten, ihr Leistungspotenzial und ihre besonderen Eigenschaften gezielt zu nutzen und so ihre langfristige Erhaltung zu gewährleisten.

Tipp: Anschauen ist auf den Arche-Betrieben durchaus erwünscht, einige von ihnen betreiben auch Hofläden. Eine Erlebniskarte gibt detailliert Auskunft, wie man zum Beispiel mit dem Fahrrad von Arche-Hof zu Arche-Hof gelangen kann. Im Juni 2013 wurde das „Archezentrum Amt Neuhaus“, ein Informationszentrum für die Arche-Region, eröffnet (www.archezentrum-amt-neuhaus.de).

Wo erneuerbare Energien Erfolge feiern

Der nachhaltige Umgang mit der Natur sowie das Haushalten mit deren Ressourcen und Rohstoffen werden im Naturpark Elbhöhen-Wendland ganz groß geschrieben. In der Biosphärenregion Elbtalaue-Wendland, zu der neben dem Naturpark auch das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue gehört, wird bereits seit 1997 das Ziel verfolgt, den Energiebedarf vollständig aus regenerativen Energiequellen zu erzeugen. So steht zum Beispiel Deutschlands erste Biogastankstelle in Jameln.

Als eine von 25 Regionen zählt die Bioenergie-Region Wendland-Elbetal zu den Gewinnern im Bundeswettbewerb „Bioenergie-Regionen“ und damit zu den innovativsten Regionen im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Es sind die Menschen, die für den Erfolg der Region stehen. Menschen, die Projekte von Biogas bis Photovoltaik selbst in die Hand nehmen und damit eine Energiewende von unten anschieben. Dank dieser Menschen konnte der Vorsprung als Kompetenzregion für die Erzeugung und den Einsatz Erneuerbarer Energien beständig ausgebaut werden.

Tipp: Im Naturpark Elbhöhen-Wendland finden sich zwischen Fachwerkstädten und Rundlingsdörfern viele energetische Sehenswürdigkeiten: Biogastankstellen, Blockheizkraftwerke, (Bürger-)Windenergieanlagen, Biogasanlagen, Sonnenkraftwerke, Nahwärmenetze und alternative Energiepflanzen. Infotafeln vor Ort geben darüber Auskunft und die „Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg“ organisiert Fachexkursionen (www.akademie-ee.de).

 

Naturpark Elbhöhen-Wendland e.V.

Königsberger Straße 10

29439 Lüchow (Wendland)

E-Mail: info@naturpark-elbhoehen-wendland.de

Internet: www.naturpark-elbhoehen-wendland.de

 

Informationen + Unterkünfte:

Tourismus-Service-Center Lübeln

Rundling Lübeln 2

29482 Küsten

Tel.: (05841) 96290

Fax: (05841) 962929

E-Mail: info@elbtalaue-wendland.de

Internet: www.elbtalaue-wendland.de

 

Hinweis für die Presse:

Diese Texte dürfen Sie gegen Zusendung eines Belegexemplars kostenlos veröffentlichen. Das Bildmaterial stellen wir Ihnen auf Anfrage (info@naturpark-elbhoehen-wendland.de) gern in druckfähiger Qualität zur Verfügung.

Das Wendland im Winter (Foto Heiko Dybski)
Im Winter mal woanders hin
Hengst im Schnee (Foto Dr. Bianca Helmcke)
Wanderreiter in Maddau (Foto Heiko Dybski)
Wo der Pferdeverstand zuhause ist
Windkraftanlagenbesteigung (Foto Dieter Schaarschmidt)
Windkraftanlagenbesteigung (Foto Dieter Schaarschmidt)
Wo Erneuerbare Energien Erfolge feiern
Holzrücken mit Kaltblutpferden (Foto Antje Braunschweig)
Holzrücken mit Kaltblutpferden (Foto Antje Braunschweig)
Wo alte Haustierrassen geschützt werden
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