Route der alten Obstsorten im Wendland

Alte Obstbaumalleen, Streuobstwiesen und Obstgärten sind ein wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft in der Biosphärenregion. Dank des Projektes „Route der alten Obstsorten im Wendland: Natur erleben – Kultur bewahren“ wurde so manche verschollene Apfel- oder Birnensorte wieder entdeckt. Pflege und Neupflanzungen haben dazu beigetragen, dieses für Mensch und Natur so wichtige alte Kulturgut zu erhalten. Obstsortenlehrpfade mit Informationstafeln und Namensschildern entlang besonders interessanter Streckenabschnitte geben Auskunft über die Sortenvielfalt, Geschichte, Eigenschaften und Besonderheiten des Straßenobstes.

Die Route der alten Obstsorten durch das Wendland führt Sie zu einzigartigen Streuobstwiesen, prächtigen Alleen, Privatgärten, Schul- und Pfarrgärten und bemerkenswerten Einzelbäumen. Im überwiegend landwirtschaftlich geprägten Lüchow-Dannenberg finden Sie noch eine überraschende Vielfalt der selten gewordenen alten Sorten. Sie gilt es zu erhalten und neu zu kultivieren, um so ein Stück Natur und Kultur für die Zukunft zu bewahren. Die Route verbindet besonders sehenswerte Standorte, die zu allen Jahreszeiten Lust auf einen Ausflug in die Natur machen. Sie macht die historische Kulturlandschaft erlebbar und hilft die regionale Identität zu stärken. Alte Sorten kennen zu lernen und ihre Geschmacksvielfalt zu genießen sind weitere Ziele dieser touristischen Erlebnisroute.

Entdecken Sie Wendehals und Kleinspecht, Aurorafalter und Tagpfauenauge, Baumläufer und Fledermäuse auf den Streuobstwiesen. Einst weit verbreitete Wiesenpflanzen, wie Scharfer Hahnenfuß und Wiesen-Schaumkraut, Margerite und Wiesen-Glockenblume, Gamander-Ehrenpreis und Wiesen-Platterbse, sogar der seltene Körner-Steinbrech und das Tausendgüldenkraut, blühen auf den Wiesen zwischen den alten Obstbäumen. Bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten wurden bei Untersuchungen auf Streuobstwiesen nachgewiesen!

www.route-der-alten-obstsorten-im-wendland.de

Route der alten Obstsorten
Apfelblüte (Foto: BRV-Archiv)
Taubenapfel (Foto: BRV-Archiv)
Route der alten Obstsorten (Foto: Büro Dr. Manfred Fortmann)
Obstbaumallee (Foto: Heiko Dybski)
Köstliche Birnen von Charneux (Foto: BRV-Archiv)

Alte Obstsorten

Viele alte Obstsorten, die noch aus einer Zeit stammen, als die Selbstversorgung und Bevorratung mit Obst eine Notwendigkeit war, gewinnen jetzt durch Neupflanzungen wieder an Bedeutung. Hier nur einige Beispiele:
 
Gräfin aus Paris, Holländischer Prinz, Altländer Pfannkuchen, Schöner von Boskoop, Freiherr von Berlepsch, Weißer Klarapfel, Goldparmäne, Schöner von Nordhausen, Adersleber Kalvill, Horneburger Pfannkuchen, Celler Dickstiel, Kaiser Wilhelm, Gravensteiner, Gellerts Butterbirne, Weißer geflammter Kardinal, Goldparmäne, Uelzener Rambour, Gravensteiner, Fürst Blücher, Konstantinopler, Stahls Winterprinz, Krügers Dickstiel, Apfel von Croncel, Juwel von Kirchwerder, Prinz Albrecht von Preußen, Weißer Winterglockenapfel, Danziger Kantapfel, Dülmener Herbstrosenapfel, Roter Eiserapfel, Signe Tillisch, Rote Sternrenette, Landsberger Renette, Purpurroter Cosinot, Gute Luise, Köstliche von Charneux, Pastorenbirne, Kärntner Speck- od. Mostbirne, Weißes Seidenhemdchen, Ingrid Marie u.v.m.

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