Höhenzug Drawehn

Rund 40 km lang und sehr sehr abwechslungsreich zeigt sich der teils bewaldete, teils landwirtschaftlich genutzte Höhenzug Drawehn. Er entstand vor 350.000 bis 130.000 Jahren, als die skandinavischen Eisschilde bis nach Norddeutschland vorstießen und erstreckt sich vom Elbtalrand bei Neu Darchau in südlicher Richtung. Bei Zernien erreicht er seinen höchsten Punkt: Den „Hohen Mechtin“ mit 142 Metern über Normalnull. Größere Teile des Drawehn sind bereits seit 2001 als Vogelschutzgebiet für den Ortolan ausgewiesen. Der kleine Zugvogel ist in Europa nicht mehr häufig zu finden, weist aber im Naturpark Elbhöhen-Wendland eine stabile Population auf.

Topografisch und hydrologisch kann der Höhenzug Drawehn in zwei Bereiche unterteilt werden. Der Hohe Drawehn ist geprägt von steilen Kuppen und grundwasserfernen Standorten. Sand und Lehm dominieren die Böden, die von Geröll und Findlingen durchsetzt sind. Hier finden sich unter anderem Mager- und Trockenrasen mit seltenen Gräsern, Kräutern und Flechten. Der niedere Drawehn umfasst dagegen grundwassernahe Standorte, die zum Teil für den Ackerbau oder als Grünfläche genutzt werden. In Govelin, einem kleinen Dorf neun Kilometer westlich von Hitzacker, kann man einen der letzten großen Standorte der Feuerlilie besuchen. Hier wurde ein gut vier Kilometer langer, ganzjährig begehbarer „Feldlilienpfad“ angelegt.

Höhenzug Drawehn
Pferdeherde am Höhenzug Drawehn (Foto: Dr. Manfred Fortmann)
Bereifter Drawehn (Foto: VDN / Werner Voss)
Eingebettet liegt das Dörflein Kiefen im Drawehn. (Foto: VDN / Werner Voss)
Eine typische Wendland-Landschaft am Hohen Drawehn (Foto: VDN / Werner Voss)
Mai im Hohen Drawehn (Foto: VDN / Werner Voss)
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